Lyricist:    Composer:


Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich trum in seinem Schatten
So manchen sen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort.

Ich musst auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh!

Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hr ichs rauschen:
Du fndest Ruhe dort!

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hr ichs rauschen:
Du fndest Ruhe dort!
Du fndest Ruhe dort!




Winterreise D911 (Müller): Der Lindenbaum

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Lyricist:    Composer:


Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich trum in seinem Schatten
So manchen sen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort.

Ich musst auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh!

Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hr ichs rauschen:
Du fndest Ruhe dort!

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hr ichs rauschen:
Du fndest Ruhe dort!
Du fndest Ruhe dort!